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Kostenvoranschlag und Rechnung

Positionen, Preisliste, Freigabe durch den Kunden, Zahlung

9 Min. Lesezeit6 Schritte

Ein Kostenvoranschlag ist ein Angebot, eine Rechnung ist ein Dokument. Der Unterschied klingt nach Wortklauberei und ist der wichtigste in diesem Kapitel: Am Angebot dürfen Sie bis zur letzten Minute ändern, an einer gestellten Rechnung nichts mehr. Beide entstehen in derselben Maske und aus demselben Auftrag.

1 Aus dem Auftrag heraus

Im geöffneten Auftrag steht unter „Belege" ein Knopf je Sorte. Der Beleg übernimmt dabei alles, was schon da ist: Kunde, Gerät, Auftragsnummer. Sie fangen nicht bei null an, sondern bei dem, was bei der Annahme aufgeschrieben wurde.

Der Bereich „Belege" in einem geöffneten Auftrag mit den Knöpfen „+ Kostenvoranschlag" und „+ Rechnung".
Steht dort noch kein Beleg, sagt die Zeile das — statt eine leere Tabelle zu zeigen.

2 Positionen tippen, nicht suchen

Beim Tippen einer Bezeichnung schlägt das Programm Ihre eigenen Arbeiten aus Einstellungen › Reparaturen & Preise vor, mit Preis und Dauer. Ein Klick übernimmt beides. „+ Arbeitszeit" setzt eine Zeile für Stunden, „+ Position" eine freie. Wichtig: In der Preisliste stehen Bruttopreise, im Beleg rechnen die Zeilen netto — die MwSt steht darunter.

Der Beleg-Editor mit der Positionstabelle: Art, Bezeichnung, Stückzahl, Einzelpreis und Summe.
Rechts läuft die Vorschau mit: derselbe Beleg, den der Kunde bekommt.

3 Teile aus dem Lager holen

Verbaute Teile müssen nicht abgetippt werden — sie stehen mit Namen und Preis im Lager und lassen sich von dort in den Beleg übernehmen. Das hat zwei Wirkungen auf einmal: Die Position stimmt, und der Bestand wird beim Buchen wirklich abgezogen.

Die Teileliste eines Auftrags mit Bezeichnung, Garantie, Verfügbarkeit und Mengenschalter.
Steht ein Teil auf „nicht verfügbar", sagt der Auftrag das, bevor jemand es einplant.

4 Senden und freigeben lassen

Ein Kostenvoranschlag geht an den Kunden, und der bestätigt ihn mit einem Tipp auf seinen Link — ohne Konto, ohne Rückruf. In der Liste sehen Sie, was noch beim Kunden liegt und was freigegeben ist. Erst die Freigabe ist die Erlaubnis zu reparieren; alles davor ist ein Vorschlag.

Die Liste der Kostenvoranschläge mit Nummer, Gerät, Kunde, Betrag und Status „wartet auf Kunde" oder „freigegeben".
Oben stehen die Zahlen, die eine Entscheidung auslösen: was offen ist und wie viel davon.

5 Aus dem Angebot wird die Rechnung

Ist die Arbeit getan, macht „Beleg erstellen" aus dem freigegebenen Kostenvoranschlag eine Rechnung — mit denselben Positionen, ohne Abtippen. Was sich unterwegs geändert hat, ändern Sie vor dem Stellen. Danach nicht mehr.

Der Rechnungs-Editor mit Belegdatum, Zahlungsziel, Kunde, Positionen, Zahlart und Hinweistext, rechts die Vorschau.
Die Zahlart steht auf dem Beleg. Der Hinweistext kommt aus den Stammdaten und lässt sich hier überschreiben.

6 Bezahlt verbuchen

Bei der Abholung buchen Sie die Zahlung. Barzahlung landet im Kassenbuch, Karte und Überweisung nicht — das Kassenbuch führt nur Bargeld, sonst stimmt der Kassenbestand nicht mehr. Teilzahlungen gehen auch; der Rest bleibt offen und steht weiter in der Liste.

Die Fußzeile des Rechnungs-Editors mit dem Status „gesendet" und den Knöpfen „Als bezahlt verbuchen" und „PDF".
Der PDF-Knopf schlägt die Vollansicht auf und ruft den Druckdialog — dort „Als PDF sichern" wählen.

Warum das so ist

Warum eine gestellte Rechnung nicht mehr geändert wird

Weil sie eine fortlaufende Nummer trägt und diese Reihe keine Lücke haben darf. Eine Rechnung nachträglich zu ändern hieße, ein Dokument zu ändern, das der Kunde schon hat und das in seiner Buchhaltung liegt. Der richtige Weg heißt Storno oder Gutschrift: Beide sind sichtbar, beide bleiben in der Reihe, und am Ende stimmt, was auf beiden Seiten liegt.

Warum die Preisliste brutto führt und der Beleg netto

Weil am Tresen jemand fragt, was es kostet — und die Antwort ist der Preis mit Steuer. Eine Preisliste in Netto führt genau dann zum Fehler, wenn es schnell gehen muss. Auf dem Beleg dagegen steht die Steuer als eigene Zeile, weil das Finanzamt sie dort sehen will. Zwischen beidem rechnet das Programm, nicht der Mensch.

Warum die Freigabe des Kunden festgehalten wird

Ein „ja, machen Sie" am Telefon ist eine Erlaubnis, bis jemand sich anders erinnert. Die Freigabe über den Link trägt Zeitpunkt und Betrag und hängt am Auftrag. Das schützt beide Seiten: Sie gegen die Behauptung, der Auftrag sei nie erteilt worden, und den Kunden gegen eine Rechnung über mehr, als er bestätigt hat.

Ein Beleg ohne Auftrag geht auch

Nicht jeder Verkauf ist eine Reparatur. Wer ein Ladekabel über den Tresen verkauft, braucht keinen Auftrag mit Diagnose und Werkbank. Ein freier Beleg trägt Kunde und Betreff selbst; der Kunde landet beim Speichern trotzdem in der Kundenliste, damit er beim nächsten Mal vorgeschlagen wird.

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