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Kunden und Kommunikation

Kundenakte, SMS und Mail, Kundenportal

8 Min. Lesezeit6 Schritte

Die meisten Anrufe in einer Werkstatt lauten „ist es schon fertig?". Jeder davon kostet fünf Minuten auf beiden Seiten und bringt niemanden weiter. Dieses Kapitel handelt davon, wie der Kunde die Antwort bekommt, ohne zu fragen — und wo alles steht, was schon gesagt wurde.

1 Die Kundenliste

Jeder Kunde mit Telefon, seinen Geräten, der Zahl seiner Aufträge und dem Umsatz. Ein Klick öffnet die Akte. Neue Kunden entstehen nebenbei — bei der Annahme und beim Speichern eines freien Belegs; niemand legt sie vorher an.

Die Kundenliste mit Name, Kunde-seit-Datum, Telefon, Geräten, Auftragszahl und Umsatz.
„Kunde seit" kommt aus dem ersten Auftrag, nicht aus einem Feld, das jemand pflegen müsste.

2 Die Kundenakte

Drei Reiter: Stammdaten mit Anschrift und Notiz, „Geräte & Aufträge" mit allem, was dieser Kunde je hier hatte, und Datenschutz. Jedes Gerät ist ein Knopf — er öffnet den Gerätepass, also die Akte dieses einen Geräts über alle Aufträge hinweg.

Die Kundenlade auf dem Reiter „Geräte & Aufträge" mit den Geräten des Kunden und seinen Aufträgen.
Am Gerät steht, wie viele Aufträge es gab — die Vorgeschichte ist einen Klick entfernt.

3 Einwilligungen stehen am Kunden

Zwei Schalter: SMS-Statusmeldungen und Newsletter. Sie sind getrennt, weil sie verschiedene Dinge sind — die eine gehört zum Auftrag, die andere ist Werbung. Wer den Newsletter nicht will, bekommt trotzdem die Nachricht, dass sein Gerät fertig ist.

Die Einwilligungen in der Kundenakte: getrennte Schalter für SMS-Statusmeldungen und Newsletter.
Unter jedem Schalter steht, was er wirklich auslöst.

4 Nachrichten hängen am Auftrag

Unter „Nachrichten" liegen alle Gespräche, jedes mit Kunde, Gerät und Auftragsnummer. Es gibt keinen Posteingang, der nur nach Absender sortiert ist: Eine Nachricht ohne Auftrag ist eine Nachricht, die niemand zuordnen kann. Statusmeldungen gehen automatisch raus und stehen mit in der Unterhaltung.

Die Nachrichtenliste mit Gesprächen, jeweils mit Kundenname, Gerät, Auftragsnummer und letzter Nachricht.
Elf Gespräche, elf Aufträge — die Zuordnung ist nicht optional.

5 Der Kundenlink

In der Kundenakte, Reiter „Datenschutz": Jeder Kunde bekommt eine eigene Adresse. Dahinter sieht er seine Aufträge, Rechnungen und Geräte — nach Eingabe seiner Postleitzahl, ohne Konto und ohne Passwort. Von dort kann er auch einen Kostenvoranschlag freigeben und zurückschreiben.

Der persönliche Kundenlink auf dem Reiter „Datenschutz" der Kundenakte, mit Adresse und dem Hinweis, wann er zuletzt geöffnet wurde.
Daneben steht, wann der Link zuletzt benutzt wurde — und ob überhaupt.

6 Was der Kunde sehen soll

Einstellungen › Kundenportal entscheidet, was hinter dem Link steht: Fotos, Preise, Freigabe per Link, Live-Status der Station. Dazu der Absendername der SMS und ein Hinweistext. „Kundenansicht öffnen" zeigt Ihnen dieselbe Seite, die der Kunde sieht — bevor der erste sie sieht.

Die Einstellungen des Kundenportals mit Kundenlink-Domain, SMS-Absender, Hinweistext und vier Schaltern.
Jeder Schalter sagt in einer Zeile, was er beim Kunden verändert.

Warum das so ist

Warum ein Link und kein Kundenkonto

Weil niemand ein Konto anlegt, um einmal im Jahr zu erfahren, ob sein Staubsauger fertig ist. Ein Konto bedeutet ein Passwort, ein vergessenes Passwort und einen Anruf — also genau den Anruf, den man sparen wollte. Der Link kommt per SMS, und die Postleitzahl ist die zweite Angabe, damit ein weitergeleiteter Link allein nicht reicht.

Warum die Postleitzahl und nicht der Geburtstag

Weil der Kunde sie im Schlaf weiß und sie am Tresen ohnehin bekannt ist. Sie ist kein Geheimnis und soll auch keines sein: Sie ist die zweite Hürde gegen einen Link, der im falschen Chat landet, nicht der Schutz eines Bankkontos. Zu viele Fehlversuche sperren den Link für eine Weile.

Warum jede Nachricht einen Auftrag braucht

Eine Werkstatt hat selten ein Kundenproblem und oft ein Geräteproblem. „Frau Berger hat angerufen" hilft niemandem, wenn Frau Berger zwei Geräte hier hat. Am Auftrag steht die Nachricht dort, wo der Techniker sie findet, ohne zu suchen — und sie bleibt dort, wenn der Auftrag ins Archiv geht.

Was noch nicht wirklich hinausgeht

SMS und E-Mail werden am Auftrag protokolliert, verlassen das Haus aber noch nicht: Es ist kein Anbieter hinterlegt. Das steht auch an Ort und Stelle dabei, statt so zu tun, als sei die Nachricht unterwegs. Die dreizehn Vorlagen dafür sind geschrieben und geprüft; es fehlt der Versender.

Weitere Anleitungen

Die ersten 30 Minuten Firmendaten, erster Mitarbeiter, erstes Gerät 7 Min. Lesezeit Geräte annehmen Zustand festhalten, Fotos, Entsperrcode, Abholkarte 9 Min. Lesezeit Der Auftragsfluss Von der Annahme bis zur Abholung, Stationen und Zuständigkeit 8 Min. Lesezeit Kostenvoranschlag und Rechnung Positionen, Preisliste, Freigabe durch den Kunden, Zahlung 9 Min. Lesezeit Lager und Bestellungen Teile verbauen, Mindestbestand, Lieferanten 9 Min. Lesezeit Zeiterfassung und Stempeluhr Kommen und Gehen, Zeiten am Auftrag, Auswertung 7 Min. Lesezeit Team und Rollen Wer darf was sehen und tun, PIN für die Tablets 8 Min. Lesezeit Abo und Abrechnung Pläne, Grenzen, Rechnung und Kündigung 6 Min. Lesezeit

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